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Abstraktion begegnet Figuration Nr. 2 Dorothee Schraube-Löffler und Johannes Braig   Auszug aus der Rede von Andrea Dreher zur Ausstellungseröffnung     … Dorothee Schraube-Löffler blickt auf ein Leben zurück, das sich mitunter wie aus einem kunsthistorischen Lehrbuch liest. Ihre Kindheit verbrachte sie in Oberlenningen nahe Kirchheim / Teck, wo sie im Jahr 1950 als einziges Mädchen Abitur gemacht hat. Ihr Vater, Ingenieur in einer Papierfabrik, war ein kunstinteressierter und künstlerisch begabter Mann, der während des Krieges in den 1940er Jahren die beiden vom Hitler-Regime verfemten Künstler Willi Baumeister und Oskar Schlemmer heimlich mit Papier versorgte, was seine Tochter Dorothee am Rande mit bekam. Zwar hatte sie ursprünglich den Wunsch, Medizin zu studieren, aber die begehrten Medizin-Studienplätze waren damals zunächst den Kriegsheimkehrern vorbehalten. So eröffnete die Abiturientin Dorothee ihrer verwitweten Mutter, sie wolle nun Kunst studieren. Diese Entscheidung traf zu
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Die Künstlerin als Ordnung schaffendes und dadurch sinnstiftendes Medium begegnet uns in Dorothee Schraube-Löffler. Sie war eine der letzten Schülerinnen von Prof. Willy Baumeister an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart.
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Ihre Bilder – oder genauer gesagt Bildobjekte – der letzten Jahre bewegen sich im Spannungsfeld von Symmetrie und Zufall. Durch die mit Blattgold belegten Oberflächen, die die Künstlerin aus den vielfältigsten Materialien in die geometrische Form des Quadrats zusammensetzt, entstehen feingliederige Strukturen. Die Elemente für Ihre Bilder sind teils natürlichen Ursprungs, teils Fundstücke. Sie bilden das Grundmaterial ihrer anschließend vergoldeten Kunstwerke.  In diesen Formen, geometrisch angeordnet, verfängt sich die faszinierende Farbnuancierung, die die Oberflächen durch die goldene Farbigkeit einfangen.

Lebenslauf

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